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Der Traum vom Loft – Das muss man beachten

Was in den 1940er Jahren in New York und London noch als Notlösung galt, um bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist heute teurer Trend. Loftwohnungen (Loft englisch für „Dachboden“) werden immer beliebter, doch gilt es vor dem Kauf oder der Anmietung einiges zu beachten.

Ein neuer Trend entwickelt sich

Früher waren Loftwohnungen, also Wohnungen, die aus einer Gewerbe- oder Industriehalle umgebaut wurden, vor allem bei Künstlern und Freigeistern beliebt. Heute sind sie ein Trend, der sich auch jenseits dieser Kreise zunehmend durchsetzt und mit Stil und hoher Wohnqualität gleichgesetzt wird.

Großflächige Hallen mit großen Fenstern und hohen Decken versprechen Raum für Kreativität und jede Menge Platz, auf dem man gut wohnen und arbeiten verbinden kann. Unverputzte Backsteinwände versprühen ihren ganz eigenen Charme. Doch bevor man sich dazu entschließt ein Loft zu beziehen, sollte man sich einiges klar machen.

Der Traum vom Loft – Ein teurer Trend

Egal ob gekauft oder gemietet, in einem Loft zu wohnen ist teuer. Entscheidet man sich für den Kauf stellt sich zunächst die Frage, ob man eine sanierte oder unsanierte Immobilie kaufen möchte. In beiden Fällen muss mit hohen Kosten gerechnet und gut abgewogen werden.

Entscheidet man sich ein fertig ausgebautes und saniertes Loft zu kaufen, muss man zum Teil mit 6.000 Euro und mehr pro Quadratmeter rechnen. Auch sollte man sich immer informieren, ob es Altlasten gibt und wer diese zu tragen hat.

Die Alternative zu einem voll ausgebauten Loft ist es selbst zu sanieren. Doch auch in diesem Fall muss man sich auf hohe Kosten einstellen. Einen so großen und offenen Raum energieeffizient auszubauen ist nicht einfach. Gute Dämmung und eventuell neue Fenster können notwendig werden, außerdem müssen Heizung und Sanitäranlagen der neuen Form der Nutzung angepasst werden. Des Weiteren ist es wichtig zu klären, ob das Loft in einem denkmalgeschützten Altbau liegt. In diesem Fall muss man sich vor dem Kauf mit der Bau- und Denkmalschutzbehörde in Verbindung setzen. Für denkmalgeschützte Gebäude gibt es laut Charles Smethurst, Geschäftsführer der Dolphin Trust GmbH und Experte für denkmalgeschützte Immobilien, strenge Vorgaben und Maßnahmen. Für alle Umbauten müssen Genehmigungen eingeholt werden. Doch kann man in diesem Fall auch mit Steuervergünstigungen rechnen und in einem Zeitraum von zehn Jahren bei Selbstnutzung die Sanierungskosten zu 90 Prozent von der Steuer abschreiben.

Man muss daran denken, dass sich Industriehallen häufig in Gewerbegebieten befinden. Dies geht in der Regel mit einer nicht besonders guten Infrastruktur einher, weshalb man in den meisten Fällen auf ein Auto angewiesen ist. Auch gibt es bestimmte rechtliche Vorgaben zum Wohnen und Bauen in einem Gewerbegebiet, in manchen Fällen benötigt man sogar selbst einen Gewerbeschein.

Ein Loft zu mieten ist ebenfalls extrem teuer, auf Grund der staatlichen Vergünstigungen im Falle der Sanierung einer denkmalgeschützten Immobilie vielleicht auf Dauer sogar teurer – zumal ein gut saniertes Loft im Falle eines Kaufs eine gute Wertanlage ist. Insofern lohnt es sich immer über einen Kauf nachzudenken – doch sämtliche Folgekosten sollten gut abgewogen und geklärt werden, wie hoch die Kosten für eine Sanierung sind.

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