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Mietpreise für Studenten steigen immer weiter

Für Studenten, die in einer fremden Stadt studieren wollen, wird das Wohnen immer teurer. In der Hauptstadt stiegen die Mietpreise für Studentenwohnungen im Jahr 2016 im Durchschnitt um 37 Prozent. In Berlin legten die Mieten in fünf Jahren um 37 Prozent zu. Im studentischen Segment steigen die Preise besonders, besagt eine Studie. Dies ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Für die Studie verglich das Institut die Mietpreisdynamik von Studentenwohnungen im Zeitraum 2010 bis 2016 in insgesamt 15 deutschen Groß- und Universitätsstädten. Dabei ergab sich ein klares Bild, welches Berlin, München und Stuttgart als Spitzenreiter im Preisanstieg darstellte. Aber auch in vielen kleineren Städten müssen Studenten immer tiefer in die Tasche greifen. Am wenigsten stiegen die Mieten in Siegen, Bonn und Heidelberg.

Neben Berlin ist München für Studenten am teuersten. In den vergangenen Jahren stiegen die Preise dort um 24,8 Prozent. Der Ansturm auf die bayerische Großstadt hat sich dadurch jedoch nicht verringert: Das Münchner Studentenwerks bestätigt steigende Zahlen der angemeldeten Erstsemester. Dadurch wird es nicht nur finanziell immer schwieriger eine Bleibe als Student zu finden, denn der Andrang auf bezahlbaren Wohnraum steigt exponentiell. Bezahlbarer Wohnraum ist zu dem in München kaum noch zu finden: 615 Euro (2010: 522 Euro) kostet eine kleine Studentenwohnung dort im Durchschnitt, so die IW-Studie.

Doch auch wenn die Münchener Mietpreise stark gestiegen sind, Berlin stellt alles in den Schatten. Hier stiegen die Mietkosten im Durchschnitt um 37,3 Prozent! Allein im ersten Halbjahr 2016 erhöhten sich die Mieten um satte sieben Prozent. Auch diese Steigerung lässt sich mit der wachsenden Beliebtheit der Hauptstadt begründen. Jedes Wintersemester ziehen ungefähr 5000 Studenten nach Berlin.

Spezielle Studentenwohnungen machen es zwar etwas einfacher eine Bleibe zu finden, doch die Investoren lassen sich dies gut bezahlen: Bis zu 860 Euro sind dort pro Monat fällig. Vergleichsweise günstig können Studenten im Osten der Republik leben: In Leipzig stiegen die Mieten seit 2010 um lediglich 17,7 Prozent. Nach Berechnungen des IW kostete eine Studentenwohnung in Leipzig 2016 rund 316 Euro (2010: 289 Euro). Durch die vermehrten Zuzüge in die aufstrebenden Ost-Städte, kann jedoch auch hier mit einer Wohnraumverknappung und damit verbundenen Preissteigerung in Zukunft gerechnet werden.

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